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Alle Bilder stammen ausschließlich von mir und sind über die Jahre in meiner Zucht entstanden.
Faszination Skorpione – Artenübersicht & Haltungsberichte
Hallo liebe Terraristik-Freunde!
Die Welt der Skorpione ist von einer faszinierenden Vielfalt geprägt. Vom tiefschwarzen Regenwaldbewohner bis hin zum perfekt angepassten Überlebenskünstler der extremsten Trockenwüsten – diese Urzeittiere ziehen jeden Betrachter in ihren Bann.
Auf dieser Übersichtseite nehmen wir dich mit in die biologische Vielfalt dieser wirbellosen Jäger. Egal, ob du dich für die majestätischen und friedlichen Klassiker der Tropen interessierst oder fundierte Fachinformationen zu hochpotenten Wüstenbewohnern suchst: Unsere Haltungsberichte basieren auf jahrelanger, echter Züchterpraxis und bieten dir einen wissenschaftlich fundierten Leitfaden für die artgerechte Pflege im Terrarium.
Wähle einfach die gewünschte Gattung aus, um direkt zu den detaillierten Artprofilen und Klimaparametern zu gelangen:
Haltungsberichte
Haltungsberichte
Die Lebensräume der Skorpione
Skorpione gehören zu den anpassungsfähigsten Überlebenskünstlern des Tierreichs. Ihre evolutionäre Entwicklung hat es ihnen ermöglicht, eine beeindruckende Vielfalt an Habitaten zu besiedeln, die von den unbarmherzigen, extrem trockenen Wüsten dieser Erde bis hin zu den feuchtheißen tropischen Regenwäldern reicht. Diese enorme ökologische Bandbreite stellt ganz unterschiedliche Anforderungen an die Tiere, auf die sie mit perfekt abgestimmten Verhaltensweisen reagieren.
Überlebensstrategien in Wüsten und Aridzonen: In den kahlen Wüstenlandschaften ist der Schutz vor der sengenden Tageshitze und potenziellen Fressfeinden überlebenswichtig. Hier nutzen Skorpione flache Steinplatten als schützende Dächer oder graben sich – oft tief im sandigen oder lehmigen Wüstenboden – eigene Wohnhöhlen. In diesem kühleren Mikroklima überdauern sie den Tag, bevor sie in den kühlen Nachtstunden aktiv werden.
Leben in den tropischen Regenwäldern: Ein völlig gegensätzliches Bild zeigt sich in den Tropen. Statt Hitze- und Wassermangel prägt hier ein permanent feuchtes Klima den Alltag. Tropische Skorpionarten nutzen die dichte Vegetation des Waldbodens optimal aus. Sie leben verborgen in der tiefen Laubschicht, unter umgefallenen Baumstämmen oder suchen gezielt in Spalten von Baumrinden nach Schutz.
Diese erstaunliche Fähigkeit, sich präzise auf die Gegebenheiten ihres jeweiligen Lebensraums einzustellen, sichert nicht nur das tägliche Überleben der Tiere, sondern ist auch die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung und den Erhalt der Art. Für uns Halter bedeutet das: Nur wer das natürliche Habitat versteht, kann die Klimaparameter im Terrarium perfekt nachbilden.
Verhalten, Jagen Töten
Skorpione sind hocheffiziente, nachtaktive Raubtiere, deren gesamte Anatomie auf das Ergreifen und Überwältigen von Beute ausgelegt ist. Der Jagdprozess beginnt meist im Verborgenen: Mit den hochempfindlichen Sinneshaaren (Trichobothrien) an ihren Scheren nehmen sie selbst kleinste Erschütterungen in ihrer Umgebung wahr. Sobald ein Beutetier – wie Insekten, Spinnen oder andere wirbellose Kleinlebewesen – in Reichweite ist, packt der Skorpion es blitzschnell mit seinen kräftigen Pedipalpen (Scheren).
Das Giftwerkzeug am Ende des Schwanzes (Telson) kommt gezielt zum Einsatz, wenn die Beute zu groß oder zu wehrhaft ist. Die im Gift enthaltenen Neurotoxine greifen direkt das Nervensystem des Opfers an, blockieren die Signalübertragung und führen zu einer sofortigen Lähmung.
Eine biologische Besonderheit zeigt sich beim anschließenden Fressvorgang: Skorpione besitzen keine Beißwerkzeuge zur Aufnahme fester Nahrung. Mithilfe ihrer Kieferklauen (Cheliceren) wird die Beute zerkleinert, während gleichzeitig Verdauungssäfte in das Opfer injiziert werden (extraintestinale Verdauung). Die Beute wird dadurch außerhalb des Körpers verflüssigt und vom Skorpion als nahrhafter Brei eingesaugt.
Hinweis für Naturfreunde: In Mitteleuropa und Deutschland sind Skorpione in freier Wildbahn – von ganz vereinzelten, lokal verschleppten Populationen abgesehen – nicht heimisch. Bei Begegnungen im Urlaub oder im Terrarium gilt jedoch grundsätzlich: Jedes Tier verdient Respekt, und auch bei mindergiftigen Arten kann ein Stich vergleichbar mit einem Wespenstich schmerzhaft sein.
Artenvielfalt der Skorpione
Skorpione gehören zu den ältesten Landtieren der Erde und faszinieren durch eine evolutionäre Erfolgsgeschichte, die sich in weit über 2.500 beschriebenen Arten weltweit widerspiegelt. Diese bemerkenswerte Vielfalt hat es den Spinnentieren ermöglicht, die unterschiedlichsten Klimazonen unseres Planeten zu besiedeln – von den unbarmherzigen Trockenwüsten über die weiten Savannen bis hin zu den feuchtheißen tropischen und subtropischen Regenwäldern.
Jeder dieser Lebensräume hat ganz spezifische Anpassungen hervorgebracht:
Bewohner der Wüsten und Aridzonen: Arten aus extrem heißen Regionen zeigen oft eine strohgelbe bis sandfarbene Färbung, die nicht nur als perfekte Tarnung im Wüstensand dient, sondern auch die intensive Sonnenstrahlung reflektiert. Viele dieser Wüstenkünstler überdauern die Tageshitze in tiefen, selbst gegrabenen Höhlensystemen.
Bewohner der Tropen und Subtropen: In den feuchten Regenwäldern dominieren hingegen oft dunkle, kräftige und massiv gebaute Arten. Sie sind perfekt an ein Leben in der dichten Laubschicht, in morschem Holz oder unter Rindenstücken angepasst, wo sie ein stabiles, feucht-warmes Mikroklima vorfinden.
Diese enormen Unterschiede in Lebensweise, Jagdstrategie und Klimaanpassung machen die Pflege im Terrarium zu einem unerschöpflichen und hochinteressanten Feld für jeden leidenschaftlichen Halter.
Haltung, Verpaarung
Die gezielte Verpaarung von Skorpionen erfordert ein tiefes Verständnis für die Biologie der jeweiligen Art und gehört zu den spannendsten Beobachtungen in der Terraristik. Eine erfolgreiche Fortpflanzung setzt voraus, dass beide Tiere absolut geschlechtsreif, gut genährt und die Klimaparameter im Terrarium – wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit – optimal auf die natürlichen Bedingungen des Herkunftshabitats abgestimmt sind.
Das absolute Highlight der Fortpflanzungsphase ist der sogenannte Paarungstanz (Promenade à deux). Dabei ergreift das Männchen das Weibchen mit den Scheren und leitet eine rhythmische Abfolge von Bewegungen ein. Dieser Tanz dient nicht nur dazu, die Paarungsbereitschaft des Weibchens zu prüfen, sondern hat einen rein praktischen Zweck: Das Männchen sucht gezielt nach einem flachen, festen Untergrund (wie einer Steinplatte), um dort ein Samenpaket (die Spermatophore) abzusetzen. Anschließend führt er das Weibchen präzise darüber, damit sie das Paket aufnehmen kann. Da die Interaktion gerade bei wehrhaften Arten auch in Aggression umschlagen kann, ist eine lückenlose und ruhige Beobachtung durch den Halter während des gesamten Prozesses unerlässlich.
EigeneNachZuchten (ENZ)
Die Faszination der Skorpion-Nachzucht: Von der Wiege auf dem Mutterrücken
Die erfolgreiche Nachzucht von Skorpionen und die anschließende Aufzucht der Jungtiere gilt unter Terrarianern als die absolute Königsdisziplin. Es ist ein tiefgreifendes Erlebnis, den Moment zu beobachten, in dem ein tragendes Weibchen nach monatelanger Wartezeit ihre Jungen lebend zur Welt bringt. Wenn die winzigen, noch völlig schutzlosen Instar-1-Skorpione den mütterlichen Rücken erklimmen, wird die faszinierende Natur dieser uralten Spinnentiere hautnah erlebbar.
Doch so beeindruckend dieser Anblick ist, so hoch sind auch die Anforderungen an den Halter. In dieser verletzlichen Phase entscheidet das exakte Zusammenspiel aus optimalen Klimaparametern, stressfreien Rückzugsorten und dem punktgenauen Separieren der Jungtiere über den Erfolg der Aufzucht.
Gewusst wie: Kleine Namenskunde & Kürzel in der Terraristik
Wer sich intensiv mit Skorpionen beschäftigt, stößt in Haltungsberichten, auf Stocklisten und bei Nachzuchtangeboten immer wieder auf kleine Kürzel. Diese Zusätze sind keine Schikanen der Wissenschaft, sondern wichtige Werkzeuge für uns Züchter und Halter, um den genauen Status und die Herkunft einer Art zu beschreiben.
Hier ist die einfache Erklärung, was die Begriffe bedeuten und wie sie richtig verwendet werden:
- Der Zusatz „sp.“ (Species): Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet schlicht „Art“ in der Einzahl. Wir nutzen dieses Kürzel immer dann, wenn die Gattung des Skorpions absolut klar ist (zum Beispiel Opistophthalmus), die exakte Art aber noch nicht zweifelsfrei bestimmt werden konnte. Opistophthalmus sp. bedeutet also übersetzt: „Eine unbestimmte Art aus der Gattung Opistophthalmus“.
- Der Zusatz „spp.“ (Species pluralis): Dies ist einfach die Mehrzahl von „sp.“. Es bedeutet „mehrere oder alle Arten aus dieser Gattung“. Wenn man also über die Gesamtheit aller Wüsten-Dickschwanzskorpione schreibt, nutzt man den Begriff Androctonus spp..
- Der Zusatz „cf.“ (confer): Das bedeutet übersetzt „vergleiche mit“. Dieses Kürzel ist ein wichtiger Sicherheitsjoker bei Importen. Es steht immer zwischen dem Gattungs- und dem Artnamen (zum Beispiel Opistophthalmus cf. boehmi). Es sagt aus: Dieser Skorpion sieht optisch exakt aus wie Opistophthalmus boehmi und gehört höchstwahrscheinlich zu dieser Art – eine letzte, mikroskopische Absicherung im Labor steht aber noch aus.
Ein typischer Stolperstein bei den Artnamen: Manchmal liest man Bezeichnungen wie „Pandinoides sp. cavimanus“. Diese Kombination ist fachlich falsch, da sie sich selbst widerspricht. Sie würde übersetzt meinen: „Die unbekannte Art namens cavimanus“. Wenn die Art feststeht, fallen die Kürzel „sp.“ oder „cf.“ komplett weg und das Tier wird einfach sauber als Pandinoides cavimanus aufgeführt.
Herkunftskürzel: Was bedeuten ENZ, DNZ, WF und die englischen Begriffe?
Nicht nur bei den lateinischen Namen, sondern auch bei der Herkunftsangabe der Tiere gibt es Bezeichnungen, die im Alltag der Terraristik leider immer wieder zu Missverständnissen führen. Neben den deutschen Begriffen sollte man auch die internationalen, englischen Kürzel kennen, da diese auf vielen Stocklisten und Messen Standard sind:
- Das Kürzel „ENZ“ (Eigene Nachzucht): Oft wird fälschlicherweise angenommen, das „E“ stünde für „Europäische Nachzucht“. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum! In der Fachwelt steht ENZ strikt für Eigene Nachzucht. Es bedeutet, dass das angebotene Tier direkt beim jeweiligen Züchter im eigenen Bestand geboren und erfolgreich aufgezogen wurde. Für dich als Käufer ist das der beste Herkunftsnachweis für stabile, gesunde Tiere, bei denen der Züchter die Elterntiere und die exakte Historie kennt.
- Der Unterschied zu anderen deutschen Begriffen: Wurde das Tier zwar erfolgreich nachgezüchtet, stammt aber von einem anderen Züchter aus Deutschland, spricht man von einer DNZ (Deutsche Nachzucht) oder allgemein von einer Nachzucht (NZ).
- Das Kürzel „WF“ (Wildfang) & das englische Gegenstück „WC“ (Wild Caught): Stammt ein Tier direkt aus der Natur und wurde importiert, handelt es sich um einen Wildfang. Auf internationalen Listen wird dies ausnahmslos mit WC (Wild Caught) abgekürzt. Diese Tiere gehören aufgrund der oft schwierigen Eingewöhnung und möglicher Parasiten ausschließlich in die Hände erfahrener Spezialisten zur Blutauffrischung in der Zucht.
- Das Kürzel „WFNZ“ (Wildfang-Nachzucht / F1) & das englische Gegenstück „CH“ (Captive Hatched): Dies beschreibt Jungtiere, die von einem bereits trächtigen Wildfang-Weibchen in der Obhut des Züchters geboren wurden (die sogenannte Filialgeneration 1 oder F1). Diese Tiere sind in der Zucht extrem begehrt, da sie genetisch wertvolles „frisches Blut“ in den Bestand bringen, aber im Gegensatz zu reinen Wildfängen ohne Parasiten aufwachsen und von Tag eins an perfekt an das Terrarienleben angepasst sind.
Wichtige englische Zusatzkürzel für den internationalen Vergleich:
- CB (Captive Bred): Das ist das englische Gegenstück zu unseren Nachzuchten. Es bedeutet, dass die Elterntiere bereits in Gefangenschaft gelebt, sich dort verpaart haben und die Jungtiere dort zur Welt gekommen sind.
- CH (Captive Hatched) oder F1-Generation: Hier ist Vorsicht geboten! Das bedeutet, dass ein bereits trächtiges Weibchen in der Natur gefangen wurde (Wildfang / WC) und die Jungtiere dann lediglich in Gefangenschaft geboren wurden. Die Mutter ist also ein Wildfang, die Jungen sind in Gefangenschaft zur Welt gekommen. In der Praxis sind diese Jungtiere zwar oft stabiler als direkte Wildfänge, rechtlich und biologisch hängen sie aber eng mit dem Wildfang-Import zusammen.
Die hier aufgeführten Informationen basieren auf langjährigen Erfahrungswerten sowie sorgfältiger Recherche und wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Da jedes Tier und jede Haltung individuell ist, dienen diese Inhalte als Orientierungshilfe. Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann jedoch nicht übernommen werden. Die Umsetzung der Tipps erfolgt stets in Eigenverantwortung des Halters.
MarKas-Krabbeltiere supported by www.skorpione.eu
Selbstabholung / Besichtigung
ist nach Absprache mit Terminvereinbarung möglich.
Alle Tiere stehen auch zum Tausch,
allerdings nur Skorpione kein Interesse an SPINNEN.
Du hast andere Wirbellose ?!? Nehm gerne Kontakt mit mir auf!



































